Tag 12 – „Kühler ist Arsch“ oder aller kaputten Dinge sind zwei

Ein Wort vorab. Wir bekommen viel Zuspruch für unsere kleinen täglichen Berichte, sogar von ehemaligen Teilnehmern, und möchten uns dafür bei Euch herzlich bedanken! Macht umso mehr Spass nach langen Etappen das Laptop doch noch aufzuklappen.

Wieder einmal beginnt unser Bericht am Ende des Tages, bzw. in Haymana, dem Zielort der heutigen Etappe. Unser Lager ist der Marktplatz. Genau genommen sollte er es sein, leider ist er zu klein für alle Autos. So stehen wir nun in einer Seitenstrasse. Selbst einem Männerteam fällt es schwer dem etwas Nettes abzugewinnen. Doch wie immer machen wir auch daraus noch was Gutes, packen erstmalig unseren High-Tech Webergrill aus (oder wie heissen diese 5-Euro Schalen?) und grillen auf der Bordsteinkante unsere Errungenschaften des Tages – Huhn, Lamm, Tomaten, Zwiebeln und Paprika.

Zurück auf Los. Um 9 ging es los nach Ankara. In dem Wissen die heutige Etappe ist recht kurz und der Weg bietet so oder so keine Chancen auf spektakuläre Optionen, planten wir die „schnelle“ Variante über die gut ausgebaute Landstrasse, um endlich mal Zeit zu haben alle Bilder zu sichten und kurz zur Ruhe zu kommen. Soviel sei vorweg genommen. Pläne sind auf diesem Trip soviel Wert wie ein ne Eismaschine in der Antarktis.

In der zweitgrößten Stadt der Türkei fuhren wir zu einem alten Militärfeld mit einem kurzen Rennkurs. Alle Autos reihten sich auf, die Fahrer bereiteten sich auf einen Le-Mans-Start vor. Heißt sie stehen ca. 20 Meter vom Fahrzeug entfernt, rennen beim Startschuss zum hinter dem Wagen liegenden Schlüssel, starten den Wagen und preschen los. In der Formel 1 wurde dieser Start verboten weil es zu gefährlich erschien 14 Autos so starten zu lassen – wir waren heute drei von 90. 😉

Im Anschluss begann das Ende unseres Plans. Es ging rasend schnell zum Zielort und beim einparken begann Kalle zu rauchen wie ein altes Dampfross… Siehe Titel
Die Werkstatt packte nach eingehender Analyse von mehreren Fachleuten die Dichtpaste aus und klebte alles dicht. Dicht im Sinne der hiesigen Fachleute. Es spritze also nur noch aus 2 von ehemals 8 Löchern. Morgen heisst das für uns früh raus um einen neuen Kühler zu organisieren, damit wir auch diese Etappe meistern können. Der Weg ist halt das Ziel.

Bis Morgen
Eure Six Camels

2 Antworten auf „Tag 12 – „Kühler ist Arsch“ oder aller kaputten Dinge sind zwei“

  1. Ihr Lieben !
    Eure Berichte und Bilder sind einfach toll ! Macht jeden Tag viel Spass zu lesen.
    Alles Gute weiterhin, vor allem dass Eure alten „Schätzchen“ durchhalten !!
    Spass habt Ihr ja, das sieht man !
    LG Rita

  2. Moin liebe Six Camels,
    was für tolle Berichte dürfen wir durch euch „miterleben“; danke dafür! 🙂
    Wir wünschen euch weiterhin, heile Wüstenschiffe, tolle Begegnungen, befahrbare Wege, viel Humor und Sprit an Bord!
    Und funktionierende Kühler, na klar!!!
    Herzliche Grüße aus Hamburg von Melanie & Lars

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